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Schleifen, Polieren, Entrosten, Säubern: Alles möglich mit dem Bürstenschleifer

Oberflächenbearbeitung wird im Bereich Hobby, Handwerk und Heimwerken immer mal wieder nötig sein. Sei es, dass der alte Bauernschrank von Uroma neu gestrichen werden muss, dass das gusseiserne Gartentörchen an einigen Stellen rostet oder dass die abgegriffene, ehemals satinierte Glasplatte des Wohnzimmertisches wieder in altem Glanz erscheinen soll.

Während in Werkstätten und professionellen Betrieben stationäre, große Bürstenschleifer zum Einsatz kommen, sind im Bereich Handwerken und Hobby Handmaschinen üblich. Abhängig davon, welches Material bearbeitet werden soll, gibt es für Bürstenschleifer ganz unterschiedliches Zubehör. Die Maschinen unterscheiden sich außerdem in ihrer Leistung, die sich auf die Drehgeschwindigkeiten auswirken. Das Gerät wird auch unter der Bezeichnung Satiniermaschine gehandelt.

Eine Maschine für ganz unterschiedliche Materialien

Für Bürstenschleifer gibt es ganz unterschiedliche Aufsätze. Die Bürsten unterscheiden sich im Material, aus dem sie hergestellt sind, aber auch hinsichtlich der Dichte und Länge der Borsten gibt es Unterschiede. Die verschiedenen Aufsätze haben ihre Daseinsberechtigung, denn die Materialien, die mit dem Bürstenschleifer bearbeitet werden können, unterscheiden sich sowohl in ihrer Struktur als auch in ihrer Härte und Dichte. So gibt es allein für Holz schon verschiedene Aufsätze, abhängig davon, ob weiches oder hartes Holz bearbeitet wird, ob das Holz gesäubert, abgeschliffen oder poliert werden soll. Und diese Materialien können Sie ebenfalls bearbeiten:

  • Aluminium
  • andere Metalle
  • Glas
  • Kunststoffe
  • Textilien
  • Papier

Wichtig ist, dass Sie immer darauf achten, den passenden Bürstenaufsatz für das Gerät zu verwenden. Mit dem unpassenden Aufsatz können Werkstück und Maschine Schaden nehmen.

Holz bearbeiten: Das kann der Bürstenschleifer

Ein Einsatzgebiet der Satiniermaschine ist Parkett. Holzböden entwickeln im Laufe der Jahre zwar durchaus etwas Charakter, aber sie sollten dennoch regelmäßig abgeschliffen werden. Auslaufende Flüssigkeiten, Möbel mit mehr oder weniger Gewicht, hohe Absätze setzen dem Parkett zu. Mit der Satiniermaschine können Sie die meisten Spuren wieder beseitigen.Der  Parkett sieht nach dem Abschleifen zwar immer noch recht ehrwürdig und gereift aus, aber es sieht nicht mehr abgenutzt aus. Haben Sie einen alten Parkett- oder Laminatboden, der noch verleimt ist, können Sie die Leimreste ebenfalls mit der Satiniermaschine entfernen.

Bevor Sie mit der Arbeit beginnen, sollten Sie sich auf jeden Fall alle benötigten Werkzeuge und Aufsätze bereit legen. Holz können Sie mit dem Bürstenschleifer schleifen, glätten und bürsten. sehr glatte Oberflächen können Sie außerdem polieren. Die holztypische Maserung erhält man aber nur, wenn das Holz eher grob geschliffen wird. Wenn Sie die Drehzahl manuell in einem stufenlosen Bereich regeln können, ist das besser. Denn so sind Sie in der Lage, feine Einstellungen schnell vorzunehmen und können unter Umständen unschöne Kerben und ähnliche Unfälle verhindern.

Für die Bearbeitung von Holz eignen sich folgende Aufsätze:

  • Bürsten aus gewelltem Stahl, damit wird grob geschliffen und strukturiert
  • Bürsten aus grobem Nylon, damit werden Oberfläche gereinigt
  • Bürsten aus Rosshaar oder Tampico für das Entfernen von Farben und Lacken
  • Walzen von unterschiedlichem Durchmesser

Wenn Sie Aufsätze aus Schleifpapier verwenden, sollten diese zwischen stark-grobkörnig und mittel-grobkörnig variabel wechseln. Für eine schöne Holzmaserung und eine glatte Oberfläche sind wenigstens drei verschiedene Körnungen nötig.

Eine ganz besondere Bastelidee: Papier satinieren

Papier wird im Privatbereich eher selten mit der Satiniermaschine bearbeitet. Wenn Sie Papier mit dem Bürstenschleifer glätten, strahlen die Farben besser, die Oberfläche wird glatter, das Papier erhält Glanz. Als Geschenkpapier, Briefpapier oder Bastelpapier für Martinslaternen ist das immerhin eine besondere Idee. Verwendet werden für Papier grundsätzlich sehr feinkörnige Schleifpapiere.

An den Schutz denken!

Wenn Sie mit dem Bürstenschleifer arbeiten, fliegen Staub und feine Abriebpartikel. Die sind der Gesundheit nicht eben zuträglich und sollten auf keinen Fall eingeatmet werden. Schützen Sie sich also bei der Arbeit mit dem Bürstenschleifer bitte. Staubmaske und Schutzbrille sind ein absolutes Muss. Vor herumfliegenden größeren Teilen schützen Sie sich, indem Sie den Schutzaufsatz für den Bürstenschleifer grundsätzlich verwenden.